Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde

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ISSN / EISSN : 0023-2165 / 1439-3999
Published by: Georg Thieme Verlag KG (10.1055)
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Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Volume 239, pp 817-819; https://doi.org/10.1055/a-1775-3915

Abstract:
Den Bereichsherausgebern Eckstein, Heindl und Hintschich ist in heutiger „ökonomisch orientierter Zeit“ vollkommen beizupflichten: „Wie so oft in der Medizin ist es aber auch einmal hier reizvoll, sich nicht nur mit den ‚Mainstream-Themen‘ zu beschäftigen, sondern eine Idee von den Grundlagen, wie der pränatalen Entwicklung und den sich aus Störungen in dieser Phase resultierenden Pathologien, zu bekommen“ [1]. Article published online: 15 June 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
, Michal Lewandowicz, Malgorzata Lipczynska-Lewandowska, Michael Simon, Robert Rejdak, Philomena A. Wawer-Matos, Alexandros E. Doulis, Alexander C. Rokohl, Ludwig M. Heindl
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Volume 239, pp 820-822; https://doi.org/10.1055/a-1835-9144

Abstract:
Mit großem Interesse haben wir den Beitrag von Herrn Prof. Dr. Rohrbach aus Tübingen gelesen. Wir freuen uns sehr darüber und danken dem Autor für seine wichtigen Ergänzungen zu unseren Beiträgen [1], [2], [3]. Es ist richtig, dass im Literaturverzeichnis im Wesentlichen nur Zeitschriftenbeiträge, aber wenige Bücher bzw. Buchbeiträge Berücksichtigung gefunden haben. Dies hängt u. a. mit der Listung – bei Büchern Nichtlistung – in den gängigen Suchplattformen und damit deren Auffindbarkeit zusammen. Sicher ist es auch heute noch lohnend, sich mit der alten und sehr alten Literatur zu befassen. Unsere Absicht war es, die Entwicklungen in der pränatalen Orbitamorphogenese als einen zeitlich präzisen, multifaktoriellen und morphogenetisch komplizierten Prozess darzustellen, aus dessen Störungen sich signifikante Pathologien entwickeln können. Die wichtigsten Studien zur Morphogenese des menschlichen embryonalen und fetalen Augen-, Augenlid- und Tränenwegsystems wurden meist vor Jahrzehnten durchgeführt. Sie konzentrierten sich i. d. R. mehr auf die Entwicklung in der Embryonal- als in der Fetalperiode des pränatalen Lebens. In jüngster Zeit durchgeführte und veröffentlichte Studien dokumentieren die molekularen Grundlagen dieses Prozesses. Um die alten und die neuen Studien anzugleichen, um zu standardisieren und um Verwirrung mit der alten Nomenklatur zu vermeiden, die auch für viele Augenärztinnen und Augenärzte fremd wirken kann, wurde in unseren Artikeln das Alter post conceptionem (p. c.) in Wochen angegeben, ohne Bezug auf das Gestationsalter. Alle Maße in mm beziehen sich auf die Scheitel-Steiß-Länge (CRL). Jegliche Bezugnahme auf Streeter-, OʼRahilly- und Müller-Stadien und auf das Carnegie-Staging-System wird außer Acht gelassen. Article published online: 15 June 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Volume 239, pp 743-744; https://doi.org/10.1055/a-1790-3494

Abstract:
Herper zoster ophthalmicus (HZO), eine Form von Herpes zoster, die im ophthalmischen Abschnitt des N. trigeminus auftritt, macht 10 bis 20% der HZ-Fälle aus. Mit dem HZO sind zahlreiche Komplikationen verbunden. Aufgrund der erheblichen Morbidität und der eingeschränkten Lebensqualität, die mit HZO einhergehen, ist die Prävention von HZO von entscheidender Bedeutung. Article published online: 15 June 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
Gerd Geerling, , Berthold Seitz
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Volume 239, pp 750-751; https://doi.org/10.1055/a-1773-3356

Abstract:
Bei der Fuchs-Endotheldystrophie, die erstmals 1910 von Ernst Fuchs beschrieben wurde und bei der es sich um die häufigste endotheliale Hornhautdystrophie handelt, kommt es im Laufe des Lebens zu einer zunehmenden Dysfunktion der kornealen Endothelzellen. Erste klinische Zeichen sind dabei zentral gelegene Verdickungen der Descemet-Membran, die als Cornea guttata bezeichnet werden und häufig asymptomatisch sind. So können derartige Guttae an der Hornhautrückfläche bei etwa 4% der über 40-Jährigen gefunden werden. Durch Streuung des Lichts an diesen „Wärzchen“ können jedoch auch bei noch guter Sehschärfe bereits erste Symptome wie Lichtempfindlichkeit und Kontrastsehschwäche auftreten. Im Weiteren kommt es dann zu einem zunehmenden Hornhautödem, welches auch mit fibrotischen Veränderungen im anterioren Stroma einhergehen kann. Dies führt im Verlauf zu einem Visusverlust und schließlich im Endstadium zur häufig schmerzhaften bullösen Keratopathie. In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland die Descemet Membrane endothelial Keratoplasty (DMEK) als chirurgische Therapie der Wahl gegenüber der Descemet Stripping automated endothelial Keratoplasty (DSAEK) durchgesetzt, da hierdurch eine schnellere und bessere visuelle Rehabilitation erreicht werden kann. Um die Entstehung irreversibler Umbauprozesse in der Hornhaut und damit einhergehende dauerhafte Einbußen des Sehvermögens zu vermeiden, erfolgt die Indikationsstellung für eine DMEK deutlich früher als es für eine perforierende Keratoplastik der Fall war. Aus diesem Grund ist die Fuchs-Endotheldystrophie inzwischen die häufigste Indikation für eine Hornhauttransplantation in Deutschland und damit die DMEK die am häufigsten angewandte Transplantationstechnik. Da sich diese Technik inzwischen in Deutschland fest in die klinische Routine etabliert hat, ergeben sich neue wissenschaftliche Fragen und Weiterentwicklungen. Article published online: 15 June 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Volume 239, pp 744-745; https://doi.org/10.1055/a-1790-3561

Abstract:
Patienten, die aufgrund von proliferativer diabetischer Retinopathie (PDR) mit Anti-VEGF-Wirkstoffen behandelt werden, müssen zur Nachsorge und zur Wiederholung der Behandlung viele Arztbesuche pro Jahr einplanen. Das führt häufig zum Aussetzen des Behandlungsplans seitens der Patienten. Bei der Wahl des Behandlungskonzepts sollte daher berücksichtigt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Patient dieses einhalten wird. Article published online: 15 June 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde; https://doi.org/10.1055/a-1863-9331

Abstract:
Die Europäische Kommission hat die Richtlinie 98/79/EG über In-vitro-Diagnostika (IVDD) überarbeitet, um die Sicherheit der Patienten zu verbessern und dem technischen Fortschritt angemessen Rechnung zu tragen. Mit der neuen Verordnung (EU) 2017/746 vom 25. Mai 2017 über In-vitro-Diagnostika (IVDR) gelten innerhalb der Europäischen Union hohe Standards für Qualität und Sicherheit von In-vitro-Diagnostika (IVD). Die IVDR richtet sich in erster Linie an Hersteller und Anbieter von IVD, hat aber auch erhebliche Auswirkungen auf medizinisch-diagnostische Labore. Ihre Anwendung ist seit dem 26. Mai 2022 verbindlich. IVD werden entsprechend ihrer Zweckbestimmung und den damit verbundenen Risiken in vier Risikoklassen A bis D eingeteilt. Erstmals werden EU-weit gesetzliche Anforderungen an Produkte aus Eigenherstellung formuliert. Jedes medizinische Labor, das „laborentwickelte Tests“ (LDT) verwendet, oder CE-IVD-Produkte verändert oder außerhalb der Herstellerangaben einsetzt, wird selbst zum Hersteller und es gilt IVDR Artikel 5 (5) in vollem Umfang. Herstellung und Verwendung von LDT müssen dann im Rahmen geeigneter QM-Systeme erfolgen. Die Gesundheitseinrichtung muss bestimmten Vorschriften (Normen) entsprechen, in Deutschland ist hier die Rili-BÄK zu nennen. LDT unterliegen den in Anhang 1 zur IVDR aufgeführten Sicherheits- und Leistungsanforderungen, darunter der Verpflichtung zur Validierung vor erstmaligem Gebrauch, während kommerzielle CE-IVD-Produkte lediglich verifiziert werden müssen. Verordnung (EU) 2022/112 vom 25. Januar 2022 sieht zwar für einige dieser Anforderungen gestaffelte Übergangsfristen von bis zu sechs Jahren vor, doch es ist zu erwarten, dass viele Labore von LDT auf kommerzielle CE-IVD-Produkte umstellen werden, weil dies letztlich ressourcenschonender für sie ist. Im vorliegenden Beitrag beschreiben wir die sich aus der IVDR ergebenden Anforderungen für medizinisch-diagnostische Labore und bieten Lösungskonzepte für deren Umsetzung in kleineren, insbesondere ophthalmopathologischen Laboratorien. The European Commission revised Directive 98/79/EC on in vitro diagnostic medical devices (IVDD) to improve patient safety and take appropriate account of technical progress. With the new Regulation (EU) 2017/746 of May 25, 2017 on in vitro diagnostic medical devices (IVDR), high standards for the quality and safety of in vitro diagnostic medical devices (IVD) apply within the European Union. The IVDR is primarily aimed at manufacturers and suppliers of IVDs, but also has significant implications for medical diagnostic laboratories. Its application is mandatory as of May 26, 2022. IVD are classified into four risk classes A to D according to their intended purpose and the associated risks. For the first time, EU-wide legal requirements are formulated for products manufactured in-house. Any medical laboratory that uses "laboratory-developed tests" (LDT), or modifies or uses CE-IVD products outside the manufacturer's specifications, becomes a manufacturer itself and IVDR Article 5 (5) applies in its entirety. Production and use of LDT must then be performed within the framework of appropriate QM systems. The health care facility must comply with certain provisions (standards), in Germany the Rili-BÄK is to be mentioned here. LDT are subject to the safety and performance requirements listed in Annex 1 to the IVDR, including the requirement for validation prior to first use, while commercial CE IVD products only require verification. Regulation (EU) 2022/112 of January 25, 2022, provides for staggered transition periods of up to six years for some of these requirements, but it is expected that many laboratories will switch from LDT to commercial CE-marked IVD products because ultimately this will be more resource-efficient for them. In this article, we describe the requirements for medical diagnostic laboratories resulting from the IVDR and offer solution concepts for their implementation in smaller, especially ophthalmopathology laboratories.
Xiaoju Ding, Haijuan Xie, Wuqiang Shan,
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde; https://doi.org/10.1055/a-1811-7099

Abstract:
Purpose GPR120 has been reported to ameliorate inflammation in diabetes and diabetic complications. In this study, GW9508, the GPR120 agonist, was utilized in human retinal microvascular endothelial cells (HRMECs) exposed to high glucose (HG) to investigate the involvement of GPR120 in cellular viability and apoptosis as well as the association with the NLRP3 inflammasome. Methods The expression of GPR120 in HRMECs cultured under HG was firstly detected by Western blotting. HRMECs were then assigned to the normal control, GW9508, HG, and HG + GW9508 groups. The expression of the NLRP3 inflammasome consists of NLRP3, ASC, and caspase-1 and was detected by Western blotting and the downstream IL-1β and IL-18 by ELISA. The cellular viability and apoptosis of HRMECs were detected by CCK-8 and flow cytometry, respectively. The expressions of apoptosis-related proteins Bax and Bcl-2 were detected by Western blotting. Finally, nonspecific siRNA (NS) or GPR120 siRNA (siGPR120) was transfected to the cells, followed by stimulation with or without GW9508 or HG, and the expression of NLRP3, ASC, and caspase-1 were detected by Western blotting in these groups. Results GPR120 is expressed in HRMECs, and HG can reduce its expression in a time-dependent manner. GW9508 can attenuate inflammation by reducing the expression of NLRP3, ASC, caspase-1, IL-1β, and IL-18 under HG. GW9508 rescues the viability of HRMCs and reduces cell apoptosis by preventing an increase in Bax expression and the reduction in Bcl-2 expression. Additionally, knockdown of GPR120 by siRNA weakened the effects of GW9508 on NLRP3 inflammasome expression. Conclusions Activation of GPR120 protects retinal vascular endothelial cells from HG through inhibiting NLRP3 inflammasome. Thus, GPR120 might be a potential therapeutic target to reduce retinal endothelial damage in diabetic retinopathy.
, Christian Adams, Loay Daas, Achim Langenbucher,
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde; https://doi.org/10.1055/a-1788-3819

Abstract:
Zusammenfassung: Fragestellung Ziel dieser Studie war es, den Unterschied im Behandlungserfolg nach phototherapeutischer Keratektomie (PTK) bei Salzmannʼscher nodulärer Degeneration (SND) mittels zweier Excimerlaser mit unterschiedlichen Spezifikationen zu untersuchen. Patienten und Methoden Im Zeitraum von 2007 bis 2017 wurden 272 PTKs, die an 246 Augen mit SND von 181 Patienten durchgeführt wurden, retrospektiv untersucht. Bis 2014 wurde für die PTK nach manueller Pannektomie der Excimerlaser MEL70 (Carl Zeiss Meditec Vertriebsgesellschaft mbH, Oberkochen, Deutschland) verwendet, danach der Amaris 750S (Schwind eye-tech-solutions GmbH, Kleinostheim, Deutschland). Der Therapieerfolg wurde anhand folgender Parameter beurteilt: Visus, Refraktion und Astigmatismus sowie die Pachymetrie und die Endothelzellmessung zu den Zeitpunkten T1 = präoperativ, T2 = 6-Wochen-Kontrolle, T3 = 6-Monats-Kontrolle. Zum Vergleich der Daten wurden der Wilcoxon-Mann-Whitney-U-Test und der Chi-Quadrat-Test mit einem Signifikanzniveau von 5% genutzt. Ergebnisse Nach 6 Monaten stieg der Visus nur in der Schwind-Gruppe signifikant um 0,17 ± 0,33 (logMAR p < 0,013). In der Zeiss-Gruppe stieg der Visus nur um 0,11 ± 0,36 (logMAR p < 0,057). Auch für die Refraktion konnte nach 6 Monaten nur für die Schwind-Gruppe eine signifikante Änderung um 3,35 ± 2,76 dpt sphärisches Äquivalent (SEQ) (p < 0,001) gezeigt werden. In der Zeiss-Gruppe veränderte sich das SEQ nicht signifikant (p < 0,676). Der topografische Astigmatismus verbesserte sich nach 6 Monaten in beiden Studiengruppen signifikant um 1,73 ± 1,99 dpt in der Schwind-Gruppe (p < 0,001) und um 1,99 ± 2,21 dpt in der Zeiss-Gruppe (p < 0,0001). Haze musste in der Schwind-Gruppe in 12,7% der Fälle behandelt werden und in der Zeiss-Gruppe in 16,2% der Fälle. Eine Endothelzellschädigung zeigte sich in keiner der beiden Gruppen. Schlussfolgerung In beiden Studiengruppen profitierten die Patienten von einer PTK bei SND. Für die Schwind-Gruppe konnte jedoch eine signifikant größere Verbesserung von Visus und Refraktion festgestellt werden als für die Zeiss-Gruppe. Im Gegensatz zum üblichen hyperopisierenden Effekt der PTK bei anderen Diagnosen zeigte sich bei SND ein sog. „myopic shift“, der sich aus den oft mittelperipher liegenden SND-Knoten und dem damit verbundenen asymmetrischen Tränenfilmpooling präoperativ erklären lässt.
, Mustafa Kosker
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde; https://doi.org/10.1055/a-1814-4523

Abstract:
Sixth cranial nerve palsy is the most common ocular motor palsy [1]. In the elderly population, these palsies are commonly caused by microvascular disease or compressive tumors [2]. Immunization-related cranial nerve palsies have been reported previously in the literature [3], [4], [5], [6], [7], [8]. After exclusion of organic lesions, which cause acute abducens palsy in adults, immunization should be considered for the diagnosis. COVID-19 immunization-related oculomotor palsies are not well known, as only one case of abducens nerve palsy after immunization has been reported [9]. After exclusion of possible causative factors for acute abducens palsy in adults with neuroimaging, immunization should be considered for the diagnosis. Received: 26 June 2021 Accepted: 25 March 2022 Publication Date: 18 May 2022 (online) © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
, Gerd U. Auffarth, Grzegorz Łabuz,
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde; https://doi.org/10.1055/a-1809-5187

Abstract:
Während die Katarakt eine häufige Erkrankung bei älteren Patienten darstellt, tritt sie bei jüngeren Patienten meist in Zusammenhang mit anderen okulären Erkrankungen auf. So kann z. B. eine Uveitis, ein okuläres Trauma oder eine vorangegangene Operation ursächlich sein [1]. Auch systemische Erkrankungen wie die myotone Dystrophie oder Atopie sowie eine Steroidmedikation kommen als Auslöser für eine protrahierte Linsentrübung infrage [1], [2], [3]. Nicht nur die Genese der Katarakt und damit verbundene mögliche Begleiterkrankungen oder -verletzungen, sondern auch der Anspruch an das Sehvermögen bei noch im Berufsleben stehenden Patienten können eine besondere Herausforderung darstellen. So können konkurrierende Ansprüche an den Seheindruck bestehen: Eine bestmögliche optische Qualität ist bei zahlreichen Tätigkeiten vorteilhaft und kommt bspw. bei Berufen mit Nachtarbeit, Führen von Kraftfahrzeugen oder handwerklichen Tätigkeiten mit besonders hohen Ansprüchen an den Nahvisus besonders zum Tragen. Andererseits wünschen Patienten oft eine Brillenunabhängigkeit für Tätigkeiten wie PC-Arbeit, um auf das häufige Wechseln von Brillen für verschiedene Distanzen verzichten zu können. Besonders schwierig gestaltet sich die Situation, wenn nur ein Auge von der Katarakt betroffen ist, und ein Refraktionsfehler am Partnerauge in die Überlegungen miteinbezogen werden muss. Diese Situation möchten wir anhand des nachfolgenden Falls näher beleuchten. Received: 15 December 2021 Accepted: 22 March 2022 Publication Date: 17 May 2022 (online) © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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